Montag, 15. Januar 2018

nachhaltigkeit- Herausforderungen

ANL 2018 - ANL geht in die dritte Runde! ANL die 3. Runde

         Achtsamkeit – wie gehe ich sorgsam, aufmerksam mit den Geschenken der Welt um?             Nachhaltig vielseitig  sein – Lebensqualität  demonstrieren,
wir haben die glitzernden Sternchen von der Nasenspitze genommen, das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel hinter uns gebracht und widmen uns wieder anderen, wichtigen Themen.
Dazu rief Frau Rostrose  im neuen Jahr 2018 erneut auf und so will ich mich gerne an diesem Projekt  weiter mit beteiligen, denn was ist besser als nachhaltig und  Lebensqualität?
 Nichts würde ich sagen –  schon gar kein Plastik und Spanplatten  woraus heutzutage vieles an Mobiliar gefertigt wird.
Wenn mir bei einem Einbruch ein Vandale  mein gutes Geschirr zerdeppern - oder Omas Schrank anfassen würde dann würde ich wahrscheinlich ausrasten denn ich hänge sehr daran.
Darin steht noch der alte russische Samowar, und guckt versonnen vor sich hin, die blau – weiße Suppenterrine aus Meißen- ihre zarten Porzellanfiguren auf Spiegeln, ein über 100 Jahre altes Eiergeschirr aus englischem Silber, wunderschöne alte Weingläser und etliches an schönen alten Mokkatassen  sowie Teetässchen so zart und filigran dass man meint sie zerbrächen würde man sie anfassen. Sie alle habe ich gerne aufgehoben und  selbstverständlich trinke ich auch noch daraus und biete  bei privaten Vorlesestunden  eine nette Teestunde  damit an. Bei  nettem Geplauder vergeht schnell die Zeit.
Denn nachhaltig  auf seine Sachen achten, sie damit auch ehren, möchte ich vermerken ist sicherlich, dass  alte Möbelstücke die gleichzeitig auch Erbstücke sind und von  meiner Großmutter väterlicherseits  stammen – aufgehoben wurden  und  ich sie in meinem Haushalt in Ehren halte.
Der Schrank ist wunderschön, und dass sein eines Beinchen hinten wackelt hat mich noch nie gestört.
Ich pflege und liebe ihn. Er – der alte Vitrinenschrank  in Kirschbaum  zog mittlerweile schon mindestens  6 x mit mir um und hat schon etliche andere Wohnungen  und viele Besucher von mir gesehen und sich auch sicher  als eigenständiger Bewohner meines Zuhauses seinen Teil dabei gedacht. Geerbt hab ich ihn von ihr als ich 18 wurde. Zu mir umgezogen ist er als sie ins Seniorenheim  ging. Sie wußte ihn bei mir gut aufgehoben.
Ein Schmuckstück – das Erbe von Oma, sicher sieht sie mir aus dem Himmel und den Wolken zu, lächelt und freut sich wenn  sie  sieht wo er heute steht. Denn bei ihr wurde er über 100 Jahre alt.
Als ich vor  4 Jahren in den Vogelsberg umzog, bat ich meinen netten  Helfer ihn doch bitte während meiner Abwesenheit  an die freie  gelbgetünchte  Wand zu stellen.   Wenn man den Raum betritt sieht man genau darauf.
Dafür das Sofa an die holzverschalte  Wand rechts zu setzen hatte er wohl vergessen und stellte die Möbel so  wie es ihm in den Sinn kam, - nach dem Motto: irgendwohin  - Hauptsache es steht alles.
 In die Mitte des Zimmers drapierte er an die 50 schwere Bücherkartons weil es draußen regnete sodass kaum mehr ein Durchkommen möglich war. Damit verschwand er, er hatte ja seine Arbeit gemacht.
Ich seufzte laut auf  und packte aus. Es war April und kalt, draußen türmten sich noch die Schneereste am Haus,  so ließ  ich alles  was an Möbeln fest stand -  stehen.
Glücklich war ich mit dieser Regelung nicht aber meine Kräfte reichten nicht aus und irgendwie schaffte ich es nicht, mir innerhalb der nächsten Jahre Nachbarn oder Helfer zu überreden die Möbel erneut in diesem nicht allzu großen Raum umzustellen. Es war einfach zu „eng“. Es war keine Zeit, ich hatte 1000 andere Dinge zu tun, der Wunsch verschwand für einige Zeit.
                            Türchen öffne dich.
Tara....
die riesige Pflanze verdeckte den gesamten
Schrank- weg damit sie ist den Weg
alles sterblichen gegangen
jetzt steht er so
Wenn ich mehr als 2 bis 4 Gäste hatte improvisierte ich, saß selbst als  Hausherrin über das kleine Ferienhaus  als 13. Person die überall die Augen hatte auf der Treppe und ließ sie an mir treppauf –Treppe runter laufen wenn sie auf die Toilette mussten oder ins obere Stockwerk wollten.  Wenn mehr Gäste kamen verzog ich mich mit ihnen nach draußen auf die Terrasse oder in den Garten und verköstigte sie dort. Schmeckt eh besser in der frischen Luft. !
Ein Ferienhaus ist nun mal keine Stadtwohnung und man muss sich mit den Gegebenheiten abfinden, - dachte ich. Der Schrank wurde bewundert und oft schon wurde ich gefragt „willst du ihn nicht abgeben – hier ist es doch so voll!“
„Ihn abgeben, um Gottes Willen, niemals“ -  sagte ich – „ der ist eine Erinnerung und Erinnerungen gibt man nicht her, das wär ja für mich als wolle ich  meine Oma vergessen wollen“.
Aber denken  und nachdenken – sowie improvisieren und planen – danach umsetzen ist  ja immer schon meine Stärke gewesen und insgeheim schmiedete ich  immer wieder in Abständen Pläne wie ich meinen Wunsch- ihm wieder einen würdigen Platz zu geben an dem er besser zur Geltung kam -  nämlich ihn umzustellen,  erfüllt bekommen könnte.
   Alles hat seine Zeit und die Zeit für den Schrank – dachte ich - der kommt auch noch.
Der Frühling steht ja irgendwie in nicht allzu ferner Zeit vor der Tür…
Der Nachbar von gegenüber war gerade mal da, er hatte sich wohl zum Wochenende  auch in sein Ferienhäuschen verlaufen, sein Frauchen auch und so fragte ich mutig: sag mal, könntest du mal mit anpacken?! 10 Minuten später war er samt Gefolge da, rupfte sich seine Jacke von den Schultern, krempelte die Hemdsärmel hoch und schwupp – schieb – Ruck stand  der Schrank da wo er stehen sollte. Direkt davor die Sitzgruppe – juchu – den Rest machte ich alleine und holte mir natürlich dabei eine Portion Rücken – egal – dachte ich – das ist mir wichtig…
und Oma und ich – sind glücklich. Seht ihr es auch – der Schrank lächelt mit und vom ummodeln von alten Sachen in Neue  oder etwas ganz  anderes erzähle ich ein anderes Mal..
und setze es passend hier mit ein  - zum später lesen.
 Für meine heimlichen Leser gibts hier auserwählte EINBLICKE, die andern sollen weggucken!
nun hat er alleine eine ganze Wand für sich
klein - aber fein - und mein - jetzt lächelt er endlich wieder
weil er rechts und links niemanden mehr hat
der ihn stört
und überall - stand sie anders - mal im Esszimmer - mal Wohnzimmer -
jetzt ist er zuhause..in der Mitte und glänzt vor sich hin um mich zu erfreuen.

 

.2.Herausforderung - zweckentfremdet - damit kann ich locker punkten:
                                                            oder: aus Alt - mach Neu:


die "Produktion ist in Arbeit:-)

 © Angelface


Kommentare:

  1. Guten Morgen Angel, eine sehr hübsche Vitrine. Schön zu sehen wie sehr Du sie schätzt.
    Schönen Montag, liebe Grüße Tina

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  2. so ein gemütliches stübchen!!
    gut dass dein nachbar so tatkräftig ist! jetzt können die erbstücke wirken und strahlen - und deine gäste in trauter runde sitzen.......
    ich muss ja sagen - durch meine walkürengene kann ich ich schränke dieser grösse und sofas sowieso alleine durch die stube rücken - noch :-) (zur not mit trockenem scheuerhader unter den möbelfüssen um die dielen zu schonen)
    .....ich glaub ich mag mein zimmer mal wieder umdekorieren........
    alles liebe! xxxxx

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    1. in der Tat liebe Beate, (lacht) Gemütlichkeit setze ich doch über eine gewisse Strenge und Einfachheit beim Mobiliar und da alles bei mir geerbt, kaum gekauft sondern eher an mich verschenkt wurde (geschenke lehnt man ja nicht ab) habe ich keinen erkennbaren Stil für andere(für mich hingegen schon) und fühle mich darin auch wohl.
      Ich bin eine alte "Umstellerin und alle paar Jahre mache ich das auch, doch alte Holzschränke haben ihr Gewicht, du schleppstund hebst alles selber? bewundernswert, ich hätt da Angst die Füßchen würden mir abfallen, wohlgemerkt die der Schränke wenn diese so zierlich und wackelig sind.
      Stell dir vor, die ersten Gäste haben es erst bemerkt als ich sie darauf aufmerksam machte:-)obwohl jetzt so viel mehr Platz zum stehen und sitzen ist. das schwere Holzsofa wetten hättest du allerdings auch mit Scheuerhader (was ist das?) nicht geschafft das wiegt nämlich fast einen Zentner wenn kein Platz zum "rücken ist"..
      freut mich wenn dir mein Stübchen gefällt ist allerdings in der Bildansicht nur die Hälfte des Zimmers.
      (grinst angel...

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    2. scheuerhader = wischlappen für den boden
      :-)
      xx

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    3. ahhhh...danke liebe Beate, deeer Begriff war mir - echt neu(lacht...hab ich ja noch nie gehört! zwinker...(schön dass du nochmal reingelesen hast, hab ja noch die 2.herausforderung angenommen...
      bling, bling...

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  3. Dein kleines Sitzeckchen ist nun richtig hübsch und gemütlich. Nun denke ich mir die andere Seite, die Essecke dazu, so ist viel mehr Platz.
    Nun weiß ich woher Deine Beschwerden kommen, bis auf die große Geschichte. Das Umräumen ist nicht nur eine Tugend der Wassermänner. Ich bin Stier und habe bis vor ein paar Jahren ständig meinen Liebsten überrascht mit verstellen von Möbeln. Nun habe ich es so wie ich möchte und auch nicht mehr die Kraft. Eine Couch und Sessel schiebe ich schon noch mal hin und her, das brauche ich.Dafür dekoriere ich gern mal um.Vitrinen und Schränke sind vorhanden dafür. Danke für Deinen privaten Einblick, da hast Du nachhaltig viel preisgegeben.
    Lieben Gruß in den Tag, Klärchen

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    1. liebes Klärchen, ich denk mal du irrst wenn du meine "Beschwerden als Anlass" des Sehnenrissses siehst, geschleppt und gerückt haben die Männer, nicht ich (lacht)..wärs anders wäre es schon längst vorher geschehen das "rumrücken.
      Ja - ich habe kurzfristig privates preisgegeben, aber für so einen guten Zweck wie die ANL von Rostrose muss man auch mal über seinen Schatten springen, das habe ich gerne getan um das Projekt weiter zu unterstützen, denn ich bin der Meinung man fängt sich nicht etwas an und hört dann unvermittelt damit auf.
      Finde ich schön wenn sich nun dein Bild vom umstellen abrundet,ich wollte es noch unbedingt vor der OP machen; und ja so sieht es bedeutend netter und noch gemütlicher aus und es weiß ja keiner genau wo das Häuschen samt Inhalt steht.._)
      herzlichst Angelface

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  4. Ohhhhh jaaaa, da lacht er, der Schrank! Liebe Angel, dein Vitrinenschrank ist ein echtes Schätzchen und er hat es sich wirklich verdient, dass er nun so einen schönen Ehrenplatz bekommen hat. Ich weiß, wovon ich spreche, denn wie du wahrscheinlich schon bei meinen Wohnzimmerfotos gesehen hast, habe ich ebenfalls einen Vitrinenschrank geerbt - meine Eltern hatten ihn von der Kleinen Oma, die ihn wiederum von meinen Urgroßeltern hatte. Er ist auch über hundert Jahre alt und wie deiner aus Kirschholz. Und er hatte ebenso ein Wackelbein, aber das ließen meine Eltern reparieren (wie noch ein paar andere Macken), als sie ihn bei unserer Übersiedlung "aufs Land" an meinen Mann und mich weitergaben. Nur die von den Russen am Kriegsende verursachte Macke am Glas (von einem Bajonett), die lassen wir, denn die ist eine Erinnerung... wie eine Narbe... Ich finde es wunderbar, dass du so viele schöne Erbstücke in Ehren hältst - so soll es auch sein!
    Uiii, und dann hast du auch noch aus Alt neu gemacht bzw. ZWECKentfremdet! Da machen andere Blogger ja mindestens 2 Postings daraus! Vielen Dank für deine tolle Verlinkung!!!!! Da hab ich mich riesig darüber gefreut!
    Herzlichst, die Traude

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  5. Liebe Angel,
    ich finde es immer wieder schön, wenn man so alte Sachen auch ehrt.

    Ich bin da auch so, dass ich alte Stücke in Ehren halt. Ich habe einiges davon.

    Was ich auch nicht mag, ist, wenn man die dunklen Möbel weiß streicht, man kann sie ja überholen, aber bitte ihre Farbe lassen. Ich meine, man stiehlt ihnen die Seele.
    Aber da ist alles Sache eines Jeden selbst.

    Ich habe mein eines Sideboard vor Jahren bim Schreiner selbst gebaut, ich bin ja ausgebildeter Schreiner und das ist mal gar nicht schlecht und so konnte ich dieses Sideboard passend zum Sideboard machen, das wir uns 1973 von der Firma Hülsta gekauft haben.

    Es ist zwar Mahagoni und dunkles Holz, stört mich aber nicht. Ich finde die Kombination alt und neu ganz toll.
    Übrigens wird dunkles Holz und Schnörkel wieder modern, einfach abwarten, es kommt.

    ABER, es ist kein Sperrholz sondern echtes furniertes Holz, was ich habe. Spaghettiholz sage ich zu Pressspan immer, ist nicht so toll.

    Allerdings tu ich mich sehr schwer mit Sachen, bei denen ich nicht weiß, woher sie kommen. Aber sonst gerne.

    Lieder haben wir beim Ausräumen vom Haus der Oma und vom Haus meiner Eltern sehr viel entsorgt, aber alles konnten wir nicht nehmen.

    'Aber mir tut das heute noch sehr weh.

    Wenn du gucken möchtest, hier habe ich alten Möbel mal vorgestellt.

    Mein Flur ist total mit alten Möbel gestaltet und auch mit der Galerie an der Wand alt.

    https://rundumludwigsburg.blogspot.de/2016/08/12-fragen-rund-um-das-wohnen-und-mein.html

    Lieben Gruß Eva

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -