Montag, 5. Dezember 2016

ein Licht das die Traurigkeit erhellt



 Advent -  Advent ein Licht das brennt…und mit ihm die Vorfreude auf das Fest.
                                         
                
Ingrid Grote hat mir einige meiner Gedichte und Geschichten in Bücher eingebunden. Ich bin so glückselig damit…anders kann ich es nicht ausdrücken, denn es ist etwas völlig anderes sie gedruckt in den Händen zu halten um sie zu lesen, als - wie üblich und gewohnt-  in den PC zu gehen, sie zu suchen, aufzurufen, vielleicht nicht gleich zu finden unter all dem geschriebenen das da so in den Archiven vergraben  liegt.
man vergräbt seine Gedanken..
man vergisst seine Gedanken
man verliert seine Gedanken im alltäglichen
es sind die Verluste die uns traurig werden lassen. Ein Stapel kleine Bücher mit Illustrationen darin, wer wird sie je lesen außer mir?
In einem ihrer kleinen Gedichtbände
steht ein wunderschönes Gedicht von ihr

falscher Alarm
In der Nacht träumte ich
dass mich jemand liebte.
es war so gut, so warm
doch es war nur ein neuer falscher Alarm.

In der Nacht fühlte ich
wie mich Arme umarmten.
es war so gut so warm
doch es war nur ein
neuer falscher Alarm.

Wie lang ist es her
seit dem letzten Mal
wie lang wird es dauern
bis zum richtigen Mal
die Geschichte ist alt.
ich weiß das so gut

Aber sie geht weiter
mein Herz ist eiskalt
doch ich warte…                                                     http://ingridgrote.de/html/home2.html

                                                                           verfasst von Ingrid Grote alias Alias...
                                                                                  auf ihrer Homepage und hier

Warum, warum nur treten mir nach dem lesen dieser Zeilen die heissen Tränen in die Augen...?

 Ich beantworte die Frage, denn es weiss ja keiner, was mich bewegt:
Weil mich Gedichte  dieser Art  zutiefst berühren

© Angelface

Sonntag, 4. Dezember 2016

ein scherzhafter Gedanke zur Nacht...später hab ich selbst darüber gelacht.

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..ach, ja... Weihnachten_
am II. Advent 
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¸✶.•die zweite Kerze brennt´¸.•*´
Seufzen viele und rollen mit den Augen...
Was schenke ich bloß….? Es soll und muß ja was ganz besonderes sein...etwas sehr Feines, oder auch Kleines, da tut`s nicht das schicke Duschgel oder das Parfüm für die Öhrchen.
All die Freunde, die Verwandten, sie haben ja schon alles was man sich wünschen kann, so im Grunde, wer`s nicht hat, kauft sich eh dass worauf er Lust und Laune hat selber, oder lässt es sich schenken,“ dann braucht man sich selbst nicht das Gehirn verrenken“! So denken viele, so handeln sie auch.
Es sind noch 20 Tage bis hin zum Fest der weihnachtlichen Feierlichkeiten.
Und es ist jedes Jahr dasselbe….die Glöckchen klingen, die Kinder singen, das Ehegesponst geht zum Sport oder zum Dienst und lässt das Frauchen mal machen wie jedes Jahr.
Frau  überlegt sich „ womit kann ich den Liebsten beglücken, die Kinder entzücken, die Familie beschenken.
Neulich erst las ich in der Tageszeitung Geld soll man nicht schenken, das wäre so einfallslos, zwar praktisch und Vielerleiorts  auch nötig für den der es braucht und sich darüber freut.
Das sind ja meist die Kinder, die sich einen größeren Wunsch erfüllen wollen. Die Reise in die Antarktis oder Timbuktu oder einfach nur mal nach Mallorca oder Teneriffa um die Sonne zu genießen und den Alltag hinter sich lassen.
Alles schön und gut, das ist ja auch zu verstehen.
Mann  meint wenn er etwas einfallslos ist, jaha, das könnte man machen, doch praktische Dinge wie Haushaltsgeräte sollte man keinesfalls verschenken, das wäre ja fast schon eine Beleidigung und Abwägung als könne sich die Hausfrau das nicht leisten, nein, kein gutes Geschenk, dann schon lieber Schmuck seufzt der Mann und greift tief in die Tasche womit er seiner Liebsten eine Freude bereiten kann.
Den erwachsenen Kindern die praktischen Sportsachen, die können sie gut brauchen und Sport ist ja nicht Mord, sondern eine Notwendigkeit für sie, damit sie ihre Arbeitskräfte erhalten.
Vielleicht noch den Gutschein für die nächste Kajakwassertour in der Schweiz oder in Frankreich statt bis nach Canada zu reisen dazulegen, das erfreut sie bestimmt, so wie dort im Wildwasserkanu die Niagarafälle hinunter rauschen…
ein fröhliches Lächeln auf den Lippen, mir fällt eben ein, ich weiß womit ich Freunden eine Freude machen kann.
Natürlich nichts gekauftes, sie wissen genau, das kann ich mir nicht leisten.
Also bastle ich, schlage mir die Nächte um die Ohren wenn mir urplötzlich etwas Passendes für sie in den Sinn kommt. Gleich muss ich das tun, auch wenn das Hirn, so müde zur Nacht tüchtig qualmt ehe es auf Touren kommt und die Augen es noch mitmachen,, die Katzen nicht darüber lachen sondern höchst verwundert um die Ecke gucken was die Alte da so zur Nacht alles macht.
Es gibt so viel was man alles machen kann - egal ob es nun die Holzsägearbeit ist, wobei man Tränen vergießt wenn man sich dabei geschnitten hat...
oder die Strickarbeit die einem die Augen ruiniert weil man die Brille verlegt hat..
oder auch die Butterpralinen angucken, die aus dunkler Schokolade die im Kühlschrank wenn sie Wochen vorher schon kreiert wurden  - langsam grau vor Kummer wird weil sie doch eigentlich gleich gegessen werden müssten...
Ja, Weihnachten seufzt man dann, vielleicht doch ein gutes Buch, dass ER noch nicht kennt? Doch weiß man das wirklich genau?
Schön isses, bald soll es kommen, damit man sich keine Gedanken mehr macht was man wem denn nun schenken soll.
schöne Adventstage…noch…und nicht den Gedanken so bitter ernst nehmen, wer schenkt, hat doch die größte Freude, denn er ist in Gedanken lange und intensiv dort - wohin es geht..     ✿.(,)
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© Angelface

Sonntag, 27. November 2016

Momentaufnahmen zum 1. Advent ✶•´ ☆´,•*´¨★ Ձ๏16



 Am 1. Advent .•´✶`*.
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¸✶.•die erste Kerze brennt´¸.•*´✶
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Momentaufnahmen…
Grau und bewölkt ist die Welt vor den Fenstern, die erste Kerze brennt.
Der Nebel verschluckt  alle  Geräusche, zieht in  Schwaden vom Himmel  und bringt leisen Regen mit.  Frost ist nach dem Wochenende  angesagt.  Weihnachtliches sieht man schon überall und es sind nur noch wenige Wochen die uns vom Fest trennen
Die Supermärkte sind seit Wochen schon übervoll mit Geschenken, Adventsgestecken, Lichterketten, Gebäck aller Art und hie und da trudelt schon ein Weihnachtssong fröhlich  durch die hell erleuchteten Gänge.
Sind die Menschen freundlich miteinander, haben sie genügend Geduld, auch mit anderen beim einkaufen oder hetzen sie hektisch durch diese Zeit?
In den Häusern sind die  Fenster *.*★v . ✶•´ ☆´,•*´  mit Dekorationen  geschmückt, Balkone durch Lichterketten erhellt leuchten durch die Nacht doch noch trübt der Himmel sich im dichten Nebel ein.
Graue Rauchschwaden aus den Schornsteinen verkünden, hier wohnt ein Mensch, so soll es sein.
Hinter den Türen duftet es verführerisch wenn Plätzchen gebacken werden,  die Vorbereitungen  auf freie Tage laufen.
                      Hie und da wird ein Urlaub in den Süden geplant weil  man das Fest nicht zuhause verbringen möchte, und doch verbringen die meisten die Weihnachtstage im gemütlichen Heim, gemeinsam im Kreise von Freunden und ihren Familien und Verwandten.
"Wie wird es in diesem Jahr werden?" Das fragen sich in dieser Zeit viele Menschen.
Wie wird es`wohl den vielen Zuzüglern  und ihren Kindern  aus fremden Ländern, jene die andere Sitten und Gebräuche haben hier im kalten Deutschland ergehen?  Viele werden zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee erleben.
Werden sie unsere Gedanken zum Fest, unsere Gebräuche verstehen.Werden wir in irgendeiner Form mit ihnen leben?
Werden alle genug Essen zum Überleben haben,  alle auch ein Heim in dem es warm, gemütlich und schön ist? Wie werden die Alten in den Seniorenheimen das Fest verbringen, werden auch sie Besuch aus der Familie bekommen - ein nettes Adventsgesteck, liebe Gedanken oder werden sie vergessen?
Fragen über Fragen…am 1.🌲 Advent und viele Gedanken im Innern, die bleiben.

© Angelface
ein "über mich" auf der angelface.repage.de
http://www.repage.de/member/angelface/uebermich.html
wir sind was wir sind, jeder sein eigenes ICH.

Montag, 21. November 2016

der Mensch ist eine besondere Spezies. Ob er sich wohl je wieder ändert?

Gedanken zum Morgen...Geld ist Macht, aber macht MACHT Leben auch glücklich?
ich denke mal; nein, es lebt sich wahrscheinlich nur etwas entspannter!

Geld,  Glück und Reichtum sind im Kapitalismus zwei Händchengeber. Hand in Hand gehen sie durchs Wirtschaftswunderland.
Deutschland und die Menschen in ihm sind reich!  Das stelle ich immer mehr fest wenn ich darüber nachdenke.
Nicht alle, natürlich, aber viele, sicher mehr als es der einzelne Nachbar ahnt. Reichtum der leise und manchmal unauffällig  im Verborgenen blüht. Alles wächst, die Technik blüht, die Umwelt geht langsam aber sicher daran zu Grunde. Der Kapitalismus hat nicht nur bei uns Einzug gehalten. Mexico, Afrika,  die dritten Welt Länder eifern uns in vielem nach. Kein Wunder wo mittlerweile auch schon seit längerem Smartphone und Handy eine Selbstverständlichkeit ist orientieren sich andere auch wo man ( angeblich )  reich leben kann. Sie kommen dann zu uns und wollen daran mit teilhaben. Wirtschaftsflüchtlinge nennt man sie wenn  durch die Kriege ihre Städte zerbombt und Häuser unbewohnbar gemacht werden. Sie sehen zu uns und stellen fest: Ihre Arbeitsstellen  sind weg, aber
viele  in Deutschland haben Immobilien oder legen Geldanlage in Aktien und Fonds  an.
   Da gibt es dann gerne für den Sohn oder die Tochter  noch das Haus der Eltern, das vererbt wird, den Schmuck der Großmutter oder Großtante, keiner redet darüber was in der Hinterhand noch auf einen wartet, aber kann man es mitnehmen in die andere Welt in die wir alle irgendwann einmal  gehen. Egal ob arm, ob reich.
Die  alltäglichen „Reichen“  Deutschlands  bei deren Instinkt  es längst  nicht mehr ums reine „ überleben“,  sondern nur noch um das Anhäufen geht,  haben meist mehr an Barem als sie brauchen und ausgeben könnten. Man könnte auch sagen, sie leben im Überfluss.   Es gilt in unseren unaufhörlichen Zukunftsplänen  auf immer mehr, sich auf sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeit  zu konzentrieren, denn Arbeit wird es nicht mehr für alle geben.  Vieles wird irgendwann selbstverständlich auf Maschinen übertragen.
Die tägliche Arbeit eher  als Hobby  als einen Broterwerb zu betrachten macht reich. Oft sind sie sich dessen gar nicht so sehr bewusst. Geld und  Gut ist da um es weiterzuvererben. Das Haus, die Aktie, die Immobilien die von alleine laufen weil sie vermietet sind, Ertrag bringen den man zusätzlich  abschreiben kann. Banken und Versicherungen blühen, die Politik macht es ihnen leicht, sie unterstützt das.
Der Unterschied zwischen reich und arm, ist eine Schere die sich immer weiter öffnet, sich niemals mehr schließt. Den Mittelstand der früher für gesunden  Ausgleich sorgte, den gibt es schon lange nicht mehr.
Ein Auto als Statussymbol  zu fahren ist etwas völlig anderes als eines zu erwerben das einen nur gut und sicher von A nach B trägt, das man sich anschafft weil man es  zum Leben braucht
Geld  bedeutet Glück, es bedeutet Macht und Zufriedenheit, aber macht es auch einsam? Oder macht es einen friedfertig und geduldig  anderen gegenüber?
Der Gedanke hatte sich heute Morgen in meinem Kopf festgefressen und ich wurde ihn nicht mehr los.
Während die Morgensonne über den Hügeln meines Zuhauses golden aufleuchtet sinne ich  der Frage nach…
"verändert Geld, Macht und Reichtum den Menschen. Wird der Mensch der sich alles leisten kann – anders?"
Ich glaube –für manche  Menschen ist es ein ja, denn Geld  ist nicht wahres für bares , es ist Macht.
Um mich herum sehe ich reiche Menschen. Reich an auch Barem,  ebenso an Erfahrung, an Lebenserlebnissen, geht es ihnen noch ums Geld, oder doch nur um das Bewusstsein genug  bis ans Ende ihres Lebens  davon zu haben
 Ich sehe auch, dass manche Reiche  meist sehr bescheiden leben, sich selbst nicht so viel gönnen wie es sich einer  wahrscheinlich gönnen würde wenn er mehr Geld hätte. Mehr als er braucht.
Nicht selten erlebe ich Menschen, die nach außen hin nicht mit ihrem Besitz prahlen, sondern eher bescheiden und einfach auf andere wirken. Was steckt dahinter? Eine natürliche Bescheidenheit,  oder ist es eher  Arroganz weil sie alle Entscheidungen die sie je treffen nicht mit dem Bauch sondern nur mit dem Verstand tun, vielleicht geht es auch um Geiz, um Ängste, dass andere es merken könnten, ihnen etwas wegnähmen?
Arm ist für mich jemand, der nicht weiß  was morgen auf den Tisch kommt, der händeringend spart, sich alles abknapsen muss, auf etwas Monate -  ja jahrelang  spart  und zurücklegt  was er braucht wie einen neuen Fernseher, einen neuen Kühlschrank,  ein neues Auto, eine Urlaubsreise. Er muss haushalten, überlegen, planen um zu überleben. Aber leben die Reichen nicht ebenso, oder leben sie anders weil sie reich sind? Reisen nach China, Mexiko, in die USA eine Selbstverständlichkeit über die keiner mehr lange nachdenkt.
Es ist so leicht und bequem die Tasche zu öffnen und abzugeben, wenn genug zurückbleibt dass man sich keinen Gedanken darum  macht, sobald man es getan hat.
Reichtum der aus Besitz besteht, egal ob  es um Häuser, Aktien oder um ein Erbe geht, macht sicher, aber macht es auch zufrieden und glücklich sich daran festzuhalten? Ist es sinnvoll immer mehr anzuhäufen?
Man stelle sich vor dass es anders wäre. Für viele ist das undenkbar.
Kein Geld im Haus, keine Sicherheit, keine Zukunftspläne die es zu verwirklichen gibt, macht dies zufrieden und glücklich?
 -  es kann, muss es aber nicht.
 - Geld als Statussymbol -  macht  reich sein einsam – schenkt es Freunde oder nur Gleichgesinnte?
Der Kapitalismus sorgt dafür dass Reiche immer reicher, Arme immer ärmer werden und es keinen Mittelstand mehr gibt.
Freunde kann man - wie echte aufrichtige Freude nicht kaufen, man kann sie beschenken damit sie es etwas leichter  im Leben haben, das macht sicher ebenso glücklich als wäre man selbst reich beschenkt worden.
Die Politik sorgt dafür dass wir gerne immer reicher werden.
Gestern Abend das Interview bei Anne Will mit der Kanzlerin gesehen und aufmerksam zugehört?
Wo waren bei Amtseintritt ihre Werte? Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen.
Eine Meinung zur Präsidentenwahl in den USA ?
In der Welt der Blogger hört man von beidem nicht viel.

© Angelface in Gedanken auf das Morgen….🌲🌲🌲🌲🌲

Sonntag, 30. Oktober 2016

PERFEKT! - wer ist das schon, oder doch?!


     wie man sieht "bastle ich gerne an Bildern herum wobei ich das richige  repräsentative Eingangsbild "für den Blog" bisher noch nicht gefunden habe, deshalb probiere ich weiter. Perfekt sind sie alle nicht, weil a) nur Minicamera
b) ich einfach drauflosknipse...was nix wird,verwerfe ich wieder - sprich: es wird einfach in den Mülleimer entsorgt.

 
"Bastelstunde"!
aus 2  oder 3 mach eins
   Perfektion (  ist für jeden etwas anderes.) Viele versuchen es zu sein.
Ein Thema das mich interessiert: "Wie sehen das andere", denke ich. In Zeiten wo es schon fast selbstverständlich geworden ist, dass man das Licht im Haus von unterwegs aus dem Auto steuern, die Heizung an/aus, und die Kaffeemaschine mit dem einen  Klick auf das Smartphone  zum Laufen bringen kann, fragt man sich doch, ist  diese Art zu leben  jetzt höchste Perfektion des Lebens?
              Es gibt ja fast nichts mehr, was es nicht gibt, die Technik ist Trumpf  über den Mensch geworden. Bald werden uns Roboter regieren, " SIE"  oder ist es ein "ES", - das Wetter und die Nachrichten ansagen, die neuesten Kriegs und Boulevardgeschichten verkünden. Der Mensch eine Maschine, die Maschine ein Mensch? Wir zahlen an der Kasse indem wir nicht mal mehr das Smartphone zücken, die Maschine liest auch auf Entfernung ohne Pin  unsere Identifikation. Der Mensch selbst ist gläsern.
Ohne Internet  - ohne Netz und doppelten Boden geht fast nichts mehr. Wir sind in den meisten Fällen abhängig von ihm geworden, sämtliche Kommunikation läuft darüber, ohne - fast schon undenkbar, aber auch gefährlich? Wohin führt uns diese Abhängigkeit,
wohin wird es uns führen, dieses Leben?
Wenn ich mir im Netz so einige Blogger und Homepageseiten der  jetzigen Generation  ansehe, dann wundere ich mich oft, staune, was andere so im Kopf, an der Hand und im Geiste haben.
Perfektion wohin ich auch sehe. Ob auf Fashion, Modekunstseiten, obs die Werbung ist,  egal ob im Äußeren wo jedes Haar wie gestochen akkurat auf dem Kopf  und auf bearbeiteten Bildern ohne Seele  im Gesicht  jedes fast das gleiche ist, die Bluse zum Hemd passt, der Garten wie aus einem Bildnis entsprungen scheint. Die  Darstellung von Geschichten, Bildern - perfekt. Ideen die so vollkommen sind, dass man nie auf die Idee käme, e s wäre irgendwann mal anders gewesen wird mir fast schon unheimlich. Da ist kein Werdegang zu erkennen, alles ist perfekt.
Auch was die selbst erstellten Bücher  im Selbstverlag angeht, im Buch  stimmt jeder Satz , er sitzt da wo er sitzen soll, es verirrt sich äußerst selten mal ein falscher Buchstabe zu einem Wort, es gibt weder lange Schachtelsätze hinter deren Sinn niemand kommt, die Grammatik ist untadelig, kein Komma ist falsch gesetzt, die Recherche ist, beim reisen in ferne Länder perfekt nachvollziehbar in Untertiteln erklärt, ja,  manchmal kommt es mir so vor, als hätten jene nie etwas dazu lernen müssen sondern von Anfang an all ihre Fertigkeiten und Entwicklungen schon als Säugling in der Wiege gehabt. Das Talent zum schreiben und malen, zum fotographieren und  Bildhauern schon mit dem ersten Brei gegessen.
"Verschreiben" ist längst passe, wozu gibt es Schreibprogramme und Lektoren.
Ich lerne immer noch -  und wenn ich in meine Anfänge des Schreibens zurückblicke, dann denke ich; das hättest nie so veröffentlichen dürfen, bin dann aber stur und denke: ach Quatsch, das gehört einfach mit zum leben, zugeben dass man, nicht von Anfang an, alles kann.
Nach dem Motto; niemand kann perfekt , oder als Meister vom Himmel gefallen sein..
Gedankengänge….zum Morgen ohne Perfektion.
„Da freut sich aber einer“, dachte ich mir heute morgen als ich sah, wie ein Benutzer des Wohnmobilstellplatzes   am heiligen Sonntag  so entspannt mit seiner Hündin spielte, ihr die Bälle zuwarf die sie auffing und ihm glückselig zurückbrachte. Glücklich darüber, dass das Herrchen mit ihr spielte. Das war für mich perfektes miteinander leben.
Wir selbst sind ja alles andere als perfekt auch wenn wir (oft) versuchen es zu sein. Im Sein und Sinn müssen wir uns das Perfekt sein erarbeiten. Dazu ist Leben da. Leben heißt lernen.
Von Anfang an können wir gar nichts außer Sein.
Wir sind, so wie wir sind und alles was danach kommt findet durch lernen statt.
Lernen ist ein wunderbarer Prozess, warum schämen wir uns eigentlich so oft etwas nicht zu können oder gar - etwas nicht zu wissen?
              Wenn ich mir meine  95 jährige Mutter ansehe, mit ihr spreche und ihren klaren Kopf bewundere den sie in ihrem Alter noch hat, dann sehe ich auch, wie sie im Heute noch immer dazulernt. „Bildung ist wichtig „ ist ihr Wahlspruch immer gewesen, dem folgt sie anscheinend heute noch. Ob Nachrichten, die Weltanschauung anderer, Reisen, Sprachen, fremde Länder und Sitten, deren Gebräuche,  Bücher, Theaterstücke, Opern oder Ausstellungen neuer Maler,  sie interessiert sich einfach für alles.
Damit bleiben ihr Hirn und ihr Geist rege. "Der Körper zerfällt, der Geist bleibt wach", sagt sie immer zu mir und ich stimme ihr zu.
War sie je ein Mensch der sich bemühte perfekt zu sein? Ich glaube, man kennt einen anderen nie so genau um das zu erkennen, nur den Weg dahin, den verfolgt man interessiert und staunt, wie viel der Mensch doch aufnehmen, verarbeiten, verwerten und lernen kann.

Im Moment ärgert sich Muttern über die Biographie des Carl Zuckmayer -  dessen Perfektion sich darin unterbricht, dass er so inkonsequent ist, einerseits zu behaupten er wolle mit seinen Ergüssen seine Leser nicht langweilen, im Gegenzug dazu aber seine Eitelkeit befriedigt indem er ausführlich und explizit seinen Werdegang im Hörbuch beschreibt.
Mit ihren Augen beschreibt sie mich, indem sie in die  Wahrnehmung ihrer eigenen Mutter hüpft - und meint,  diese würde mich als ihre Lieblingsenkeltochter ansehen, weil:
ich alles andere als perfekt bin.
Ich nahm dies als Kompliment von Muttern und nie gekannter Großmutter an und freue mich darüber.
Sie hingegen freut sich, dass ich – auch durch die Gespräche mit ihr -"Themen drauf habe",  wie sie das etwas salopp formuliert, auf die sie nie gekommen wäre als sie selbst noch Tagebuch schrieb.
Perfekt zu sein, sagt sie – ist langweilig ohne Ende weil es Null Überraschungen gibt und alles  vorhersehbar sei.
Ich sage: Seien wir neugierig auf das  Leben in  nicht - Perfektion!...??
Wer weiss, was es uns noch bringt.
weitere kleine Alltagsgeschichten finden sich hier:
http://www.repage.de/member/angelface/alltagsgeschichten.html
© Angelface