Montag, 26. September 2016

Kreuzfahrten, Landgänge und der Begriff Gigolo



Eine moderne Oma
(Untertitel: eine andere Welt)
Oh weh, wenn sie wüsste, dass ich sie Oma nenne, würde sie die Wände hochgehen denn sie selbst sieht sich nicht so, obwohl sie die 90 längst erreicht hat. Großmutter wäre auch ein Name für sie, aber ich nenne sie Mutter, denn sie ist meine.
Aufgeschlossen, weltoffen, sehr interessiert und informiert an allem, vor allem was die Weltpolitik angeht, ist sie noch heute. Ich wünschte mir oft, ich würde ihren Wissensstand erreichen und weiß doch, das schaffe ich nie, egal wie alt ich werde, mir fehlt einfach die Zeit, die sie hatte um all das zu erreichen.
Zwar sieht sie kaum mehr, hört auch noch schlecht und dennoch bekommt sie mit ihrem Kopf alles mit. Vielleicht machen das ja die vielen Gespräche mit mir und meiner Tochter die so viel von ihr gelernt hat. Aber warum nenne ich sie modern?
Gestern Abend landete ich – rein durch Zufall ganz spät in einem Programm mit einer Doku über Gigolos, keine Ahnung in welchem  es stattfand, vielleicht  in Arte dem  Kultursender, auf jeden Fall blieb ich interessiert daran  hängen.
Ein Kreuzfahrtschiff, es war die MS-Deutschland schipperte durch die Südsee und es wurde darüber sehr anschaulich berichtet welche Art  Menschen, Gäste, Besucher und  Bedienstete dort für die Dauer des Aufenthalts  lebten und sich je nach Laune amüsierten und unterhielten. Auf dem Landgang, an Bord, am frühen Morgen, dem Mittagstisch und dem Abend mit seinen Programmen.
Alleinreisende Damen und Herren unbestimmten Alters „ vergnügten sich  miteinander“ auf hohem Niveau.
Als ich den Namen Gigolo  hörte,  verzogen sich meine Mundwinkel  erst etwas verächtlich nach unten, das gestehe ich gerne, denn ich verband damit eine etwas anrüchige Spezies von Herren die in den dreißiger Jahren den Damen auf unmissverständliche Weise zur Verfügung standen. Ich denke sie werden zu Unrecht so benannt weil Gigolo als ein Synonym  für "Verführung älterer Damen "steht.
Wie man sich doch durch Vorurteile und  „nichtsoganzgenaubescheidwissen“ irren kann.
Es ist ein durchaus ehrenwerter BERUF als Unterhalter, der selbst im Heute in gewissen Kreisen noch nicht ausgestorben ist, wie man aus der Doku ersehen konnte.
                    Gut erzogene, elegant und stilsicher gekleidete, aus gutem Hause stammende Herren ab Siebzig stellten sich zum Tanz und damit outeten sie sich als „Eintänzer“, die es auch früher schon gab, den Damen zur Unterhaltung und Begleiter zur Verfügung um die Zeit an Bord angenehm  auszufüllen.
Es waren in der Doku alles allein zurückgebliebene gediegene Herren, deren Ehepartner schon verstorben waren und die sich entweder „etwas dazuverdienen, oder die freie Zeit sinnvoll nutzen wollten. Das eigene  „Alleinsein“  durchbrechen, etwas Schönes für sich und andere tun. Das war in erster >Linie ihre Motivation sich dazu zu melden.
Daran ist beileibe nichts anstößiges, Unrühmliches zu finden. Ein“ Job“,  der auf Kreuzschiffen durchaus geschätzt wird. Sowohl von den Damen als auch von den Herren. Sicher eignet sich dafür nicht jeder. Und nicht jeder weiß wie weit er gehen kann./Auch dieses Berufsbild kann natürlich benutzt werden um jemanden abzuschleppen wie es im Heute so salopp benannt wird./ Ausnahmen gibt es immer, doch hier in der Doku nicht.
Elegant, wordgewandt  und stilsicher, gebildet, gewohnt Komplimente auszusprechen führten sie die Damen übers Parkett und unterhielten sie auf angenehmste Weise. Weltpolitik, Reisen, Hobbys und Interessen waren die Themen. Es war so selbstverständlich wie das angenehme Äußere und die lackierten Fingernägel der gepflegten Damen, die nur eine angenehme Begleitung wünschten..
Der Handkuss, die Verbeugung, die Vorstellung, den Stuhl  zu Recht rücken, gehörte ebenso wie selbstverständlich dazu. Mir war das völlig unbekannt, dass es das auch heute noch gibt.
Herren, die den Damen die Tür aufhalten,  Aufmerksamkeit schenken, in den Mantel helfen, wissen auf welcher Seite der Herr „geht“, das gibt es doch heute gar nicht mehr, so, dachte ich. Doch so kann man sich täuschen.
Darüber unterhielt ich mich lange mit meiner Mutter am Telefon und wunderte  mich wie selbstverständlich sie dies sah. Für sie hatte dieser "Berufsbegriff" überhaupt nichts Negatives und schon gar nicht etwas Anstößiges. Für sie war er nicht neu.
Sie kannte dies eben aus ihrer Jugendzeit und ich habe wieder etwas dazu gelernt.  
      Und sind wir mal ehrlich, manchen Herren unserer Zeit würde ich es wirklich  wünschen, dass sie vom höflichen Umgang und  Benehmen der früheren und heutigen "Gigolos" etliches lernen würden.
Zumindest gutes Benehmen.Höflichkeit und Rücksicht.
Man mag mich nun für  „unmodern oder für rückständig“ halten, aber ich schätze solches Benehmen auch und finde die sog. Emanzipation der Frauen hat uns das irgendwie weggenommen...
doch auf einem Kreuzfahrtschiff war ich noch nicht.
Dem Begriff Gigolo, den ich überhaupt nicht mag, stehe ich nun anders gegenüber. Respektvoll.

@ Angelface.


Samstag, 24. September 2016

Bücher - ausgeschriebene Gedanken oder sind`s Geschichten ?


Geschichten und Gedanken, die das Leben (be) schreibt.
Egal wie man sie nennt, manche schlage ich gerne nochmals auf und lache, ich denke dieses ist eines davon.
http://www.bookrix.de/_ebook-angelface-beruf-verfehlt/
so fängt es an:
Beruf verfehlt?
Hätte - würde - wäre - könnte
oh - weh!

"Manchmal verdichtet sich ein Gedanke in meinem Hirn,
würde ich die Schrift und die Abstände zwischen den Zeilen vergrößern, alles
im Blocksatz setzen und noch hie und da ein wenig mehr hinzufügen,
dann wären (d) eine Kommentare fast schon als Buch zu binden".

Das schrieb mir eine Freundin einst auf meine Pinnwand, darüber musste ich lauthals lachen.
Doch sie war nicht die Einzige die sich begeistert dazu äußerte.
Ein anderer in seinem unvergleichlichen Kölsch meinte, sein Leben würde sonniger werden, seit mein engelsgleicher Kommentar unter seinen Büchern stünde und wiederum ein anderer gab ihm recht und bedankte sich freudig.
Ich sah mich schon in Walle - Walle - Engelsgewändern durch die Hallen schweben und nur noch Gutes tun, dabei meinte ich nur aufrichtig und schrieb hin, was ich fühlte, als ich las, was sie schrieben und - wie sie es schrieben.

 und was lerne ich noch nach Jahren daraus?
lerne vernünftig zu schreiben....und bei der Sache zu bleiben....!!!!
@ Angelface
                                ********
**************** 

Mittwoch, 21. September 2016

Hunger

während ich leise lächelnd nachschmecke und danach im Liegestuhl liege
ermattet, - satt - und glücklich
denke ich - mit so wenig kannst du einen Menschen glücklich und zufrieden machen...
                                                                 w o m i t  ?
seht selbst...es dauert keine halbe Stunde, dafür lasse ich das beste Gourmet Rezept stehn!



Kochen aus dem Bauch heraus
Ich koche ja gerne
Auch nicht schlecht sagt man  mir
A b e r....
Heute habe ich mich selbst übertroffen
Nix im Haus
aber HUNGER
Nudeln sind da…obwohl…
...Könnte man ja auch selbst machen….?
ach nein, fertige sind da und auch lecker..
Aber die Soße, welche Soße
Da fiel mir ein: Tomaten hab ich noch jede Menge da, dem  Gewächshaus sei Dank
süss und saftig sind sie mit starkem Eigengeschmack die kriegt man nicht im Supermarkt so
Kräuter gibt der Garten genügend her
Also ran an die Buletten !!!! Ärmel hoch, los gehts...
Aber
Es soll rein veganisch sein, nix texanisch, virginisch, titanisch
das schlägt mir nämlich mein Wordprogramm vor
:))
nix mit Fleisch und so.
ich hacke und schnipsle und mixe und würze
und dann
zergeht dir die Soße  im Mund
als wäre ein Engelschen barfuß durch die Bernnesseln gehüpft und hätte dir
sacht und zärtlich  dabei auf die Zunge gepisst.
Rp. Anbei ...ach ja...die Zwiebelchen hab ich in der Rp.-Angabe vergessen! Die müssen selbstverständlich in gutem Öl , klein geschnippelt erst mal angebraten werden, dann  kommen die Tomaten - die Gewürze und..und..und...dazu

@ Angelface,
nur  für heute die Superköchin überhaupt, meine Gäste wollten gar nicht mehr gehen und wetten, ich bin sicher:
soooo kriege ich das nie mehr hin!




Sonntag, 18. September 2016

sonntag

Kunst und Kultur im Vogelsberg

 18. September

Es hat tüchtig geregnet, die Welt wacht wieder auf..
Der erste Sonnenschein am Morgen wird lächelnd begrüßt
Wie schön, sie scheint heute wieder, es ist warm, es weht ein angenehm leichter Wind, noch spiegeln sich in den zurückgebliebenen Pfützen die Wolken des Himmels, sie ziehen, ziehen weit wohin…
hinaus in die Welt und begucken sich Wald, Wiesen und Flur. Da tänzelt ein kleiner Bär dahin, versteckt sich im dunklen Gebilde das so drohend naht und sich dann wieder verflüchtigt, es scheint schön zu bleiben.
Ich habe Lust in den Garten zu gehen, mir das Wachstum der Pflanzen anzuschauen, ein wenig zu rupfen und zu zupfen im Grün, das mich so entspannt. Dort rupfe ich die Bohnenpflanzen aus der Ernte, der Ertrag ist hereingebracht, sie gibt es heute zu Mittag. Da kümmere ich mich um die letzten Tomaten, einige davon sind noch grün, den Rest pflücke ich ab und da…
sieh mal, noch Erdbeeren, saftig und rot hängen sie am Strauch, das kleine Wunder landet sofort in meinem Magen und Bauch. Herrlich…
sie schmecken so süß und saftig.
Kommt da eine kleine dunkle Wolke angekrochen? Nein…sie verweht wieder…
ich erfreue mich an den frisch gepflanzten Rosen, Kleine  noch  nicht aufgegangene Gesichter blicken mich daraus an. Meine Phantasie schlägt Purzelbäume…
Es ist einfach ein herrlicher Tag und ich mache ein paar Bilder…
Scanne sie ein und bastele Cover daraus. In manchen ist lila die herausragende Farbe...ich nenne sie meine Herbstfarben!!!!
Hier sind sie…

.meine nächsten Eingangscover sehen dann unter Umständen soo aus!
oder so? Man weiss es nicht, es ist sozusagen "Vorrat auf Zeit".
das "mag" ich besonders,,,es spiegelt meine Stimmung wieder!
und nun . siehe unten...gibts wieder neue "ARBEIT" :))
schönen Sonntag…ehe man die Katze wieder vom Dach holt und das sieht dann so aus:


wie man (andere ) neue Cover erstellt? ganz einfach
man nimmt ein wenig Farbe, einen weißen Tisch
und bemalt ihn
davon gibts  " Ausschnitte + B I L D E R
und die sehen so aus!


© Angelface

Samstag, 17. September 2016

Septemberblues



Septemberblues

Kühle Nächte kommen
und mit ihm die Gedanken

 Die Nacht ist so still, alle schlafen…
die weiße Sichel des Mondes scheint durchs Fenster
blicklos, kalt und fremd
Es herbstelt
Das Grün wird langsam blass
berauschende Vergänglichkeit
selbst die Äste der Bäume werfen
sacht ihre Blätter zu Boden
der Igel unter ihm
erstarrt still
er scheint selbst diese Geräusche zu hören
 im feuchtkalten Gras des  Nebelmorgens
Letzte Sonnenstrahlen erscheinen
glitzernd durch abgestorbene braune Blätter
die langsam zu Boden rieseln
Lautlos
still
der Herbst scheint zu kommen
es ist eben
September
***
bunte Ansichten fand ich heute Morgen in meinem Bücherschrank und da es bisher nur 2 Leser hatte was ich überhaupt nicht verstehen kann, denn die Langeweile ficht ja jeden einmal an, hab ich den textinhalt hier eingestellt, passt zum Septemberblues finde ich:
In Ehren alt werden, kann nicht jeder, oder doch?.

Sein was er ist - ist eine
L e b e n s p h i l o s o p h i e

auf ein Wort
Rumgezicke überall, was soll das jetzt?
Ach, muss das jetzt auch sein?
ein wenig das Maul zerrissen...

Circa 58 kg, die Dame ist erfolgreich und erfrischend normal geblieben.
Wenn Joop und Lagerfeld auf ihrer selbst errichteten Bühne nicht mehr lächeln können ohne dass ihnen die Gesichtsmaske völlig verrutscht, dann wundert es natürlich niemanden mehr, wenn sie nun gnadenlos über unser Heidi herziehen, heute und gestern in Explosiv Weekend und in der Super Illu (zufällig beim Arztbesuch) gesehen. Sind sie auf etwas neidisch? Vielleicht  auf den etwas anderen Erfolg?

Seit einer Woche gibt es wieder das neue Modelcasting von Heidi Klum im TV, das sehe ich mir zwischendurch auch mal als Abwechslung gerne an, denn da wird richtig gearbeitet und man kann dabei zusehen wie aus (einfachen) Mädels Models werden. Den großen Modeschöpfern kann man nicht zusehen, wie sie ihre "lebendigen Kleiderständer" bestücken, die lassen sich ungern dabei über die Schulter gucken.
Kein Wunder, dass manch einer  neidisch wird, wenn man Heidi lachen sieht. Natürlich, herzlich und herzhaft. Ihr ist es völlig egal ob man ihre Jacketkronen dabei sieht oder nicht. Das bringt natürlich das übliche glamouröse Bild eines Models ins Stocken. Schon kommt die Frage auf: Wieso leistet die sich das? Da muss man doch was dagegen tun!.
Ich finde es ausgesprochen schade, wenn zwei einstmals gut aussehende Männer, die man lange für kultiviert und gut erzogen hielt, sich so benehmen und zickig reden können, sie, die sich beide äußerlich so verunstalten ließen, nur um einem, nämlich ihrem eigenen selbst erstellten Schönheitsideal zu entsprechen.
Und nun können sie nicht mehr lächeln, sondern nur noch Grimassen ziehen, oder wann hat man sie zuletzt richtig lächeln gesehen?
Hat man sie ( im Gegensatz zur natürlichen Heidi ) schon einmal" laufen gesehen"?Wenn, dann ist wohl jedwede Natürlichkeit mittlerweile völlig abhanden gekommen, genausowenig wie davon noch in den gerafften Gesichtern zu erkennen ist. Alles ist gestrafft, ohne eigenen Ausdruck hinwegerafft und irgendwo eingespannt. Lagerfeld und Co in seinem zugeschnürten Hemdskragen wirkt ziemlich lächerlich, der ihm fast den Hals abwürgt und der beinahe von seinen staksigen Beinchen fällt, und Joop, den verstehe ich auch nicht mehr. Der war mal so natürlich und nett und gar nicht fett. Heut hängen ihm die operierten Bäckchen fast bis zum faltigen Hals herunter, keine gute Arbeit. Um die Augen herum müsste man sich auch noch mal kümmern.
Aber da sagt keiner etwas dazu.Aber lieb Heidi kriegt ihr Fett ab, sobald sie sich zeigt.

Männer und ihre unendliche Eitelkeit. All das hat Heidi nicht nötig, die lacht sie einfach weg die Falten..
Sie passt mit ihrer lebhaftigen Beweglichkeit natürlich nicht in dieses Beuteschema.
Ihre sympathischen Rundungen, die für eine junge Frau ihres Alters völlig normal und auch auf der Straße zu finden sind, was sie ja so glaubwürdig macht, stören, denn sie fallen aus dem Üblichen was ein Haute Couture Model darstellt. Außerdem ist sie viel zu sehnig, man sieht, dass sie Sport macht und Kinder gekriegt hat, ein Mensch und eine Frau ist.
Die üblichen Models haben ja keine Körper mehr, sie sind nur noch biegsame Kleiderstangen auf die man die Röcke überzieht. So soll es sein, Flachbrett überall unten und oben, schön ist es nicht.

Größe 34 hat die junge,  jetzt 4fache Mutter auch nicht mehr zu bieten und dass sie dennoch gut ankommt und weiterhin Karriere macht, das scheint die Meister der Mode ziemlich zu wurmen. Oder warum zicken sie plötzlich so herum und mäkeln?
Warum? Was soll das eigentlich?
Kann man denn nicht anerkennen dass unsere schöne Verfechterin für Natürlichkeit und " natürliches altern "auf dem Laufsteg doch ganz schön viel für ihre Nachfolgerinnen auf die Beine stellt? Schon wieder ein Modelcasting und das nicht schlecht. Da werden so manchem Mädel zwischen 17 und 26 unter ihrer kompetenten Anleitung gründlich die Flausen aus dem Kopf getrieben und gar manches Bild vom schicken Model sein gerade gerückt. Aus Kindern werden Frauen. -
              Wer kümmert sich denn sonst darum, dass die jungen Mädels geschliffen und ihnen ihre Starallüren im Hirn gezeigt und ausgetrieben werden? Ich bezweifle die Erfolge einer normalen Modelagentur. Wer bekommt dort eine Chance? Heidi gibt sie ihnen und das ausgesprochen fair. Dazu ist sie eine ausgesprochen kühle und bewußte Geschäftsfrau, sie weiß was sie will und zeigt es auch. Ich wette, manchmal geht sie - wie andere ihrer Art, auch über Leichen. In diesem Beruf muss man das wohl auch.
Heidi Klum schafft es den Modelberuf so aufzuzeigen und zu präsentieren, dass sich keine Schwachheiten über diesen zwar sicher schönen, aber auch anstrengenden Beruf eingebildet werden.
Wer glaubt denn Naomi Campel oder Models wie Linda Evangelista - wenn sie wie Engel über den Laufsteg schweben - wie hart und schwierig dieser Beruf ist, dass Models auch Menschen mit Schwächen und Macken sind, wenn man die Zickigkeit wegnimmt, wie viel Entbehrung und Disziplin es erfordert, was alles dazugehört um eines Tages vielleicht zu den Größten zu zählen, wenn sie hüftschwingend mit steinernen Gesichtern über den Laufsteg staksen. Pardon, es heißt ja schweben, doch davon sehe ich nichts. Keinerlei Emotionen. Ich sehe angestrengte Gesichter, die darauf achten nicht aus ihren 18 cm hohen High Heels zu rutschen, während sie in den unmöglichsten Gebilden daherrauschen, mehr nicht. Wo bleibt der Spaß dabei?
Heidi hingegen zeigt es.
Ich denke, sie gehört zu den ganz wenigen Menschen, die Natürlichkeit, Fleiß und Disziplin auch mit den liebeswerten Macken eines Menschen verkörpern und dennoch einem natürlichen Schönheitsideal entsprechen können, ohne zickig zu wirken, und ohne völlig abgehoben zu sein.
Heidi wird mit 40 und 50 auch noch gut aussehen und hat es nicht nötig sich unters Messer zu legen, unsere Größen der Modewelt schon. Und ihr Privatleben, bitteschön, geht uns alle nichts an.
Wir alle werden älter, auch die  Modelle der Mode, - aber die Herren der Schöpfung in der Modewelt haben anscheinend ganz schön viel Schwierigkeiten damit, oder warum zicken sie so herum?
Vielleicht möchten sie ja auch einmal Models casten?

    und weiter gehts in den bunten Ansichten..und im Text meiner Gedanken.Man könnte es auch "ein wenig lästern nennen":))
II. Kapitel
*
Beim feiern bist du ein anderer...warum eigentlich?..
b u n t e s ....F a s c h i n g s t r e i b e n oh wie schön...

Humor ist wenn man trotzdem lacht.
Schon mal als Erwachsener auf einer Faschingsveranstaltung gewesen?
Hohohohohoooo....Fasching ist do....das reimt sich und ich finde es grässlich.
Trara, Trara, Trara...in der Glotze trällert es seit Tagen..
Weiberfasching, die tollen Tage, auf allen Programmen, die Vernunft hat sich verabschiedet,
alles macht sich lustig über alles.
Das ist die richtige Bezeichnung dafür. Tolle Tage.
Also ich weiß nicht recht, was daran komisch sein soll. Erwachsene Männer ziehen sich Bastweiberröckchen an, setzen sich bunte Mützchen auf, kleben sich Pappnasen ins Gesicht , schmeißen die rasierten Batschfüßchen in die Höhe, während schlappe Bäuche in Leggings gequetscht werden, grölen mit falscher Stimme alberne Lieder und finden sich komisch.
Würden sie "Mann mit Rock" den Rest des Jahres in Verbindung bringen, würde es heißen, "der ist schwul, igitt".
Ich werde nie verstehen was man daran finden kann, wenn sich die Leute so närrisch benehmen, so aus dem Stegreif ohne große Vorbereitung.
Vor allen Dingen, völlig ohne Grund, oder hat jemand gerade etwas besonders Lustiges gesagt, einen guten Witz erzählt? Pappnase auf und losgebrüllt. Dazu brauche ich keinen Fasching als Anlass.



Ich benehme mich das ganze Jahr über närrisch wenn mir danach zumute ist, dazu brauche ich keine tollen Tage, aber im Rest des Jahres findet man das komischerweise überhaupt nicht komisch. Keiner lacht, alles wird bierernst genommen. So, als hätte sich der deutsche Humor auf diese 3 tollen Tage konzentriert und fokussiert, da kann man ihn einmal gründlich (aus) leben. Den Rest des Jahres über sind wir erwachsene Leute und benehmen uns auch danach.
Was wird damit eigentlich beabsichtigt.?

Aha...der Winter soll ausgetrieben werden, der Frühling kommt bald.
Aber muss man sich dann gleich so närrisch benehmen? Rasierte Männerbeine in Baströckchen fand ich noch nie besonders komisch. Geht's nicht auch anders? Braucht man zum fröhlich sein wirklich den Alkohol und eine bestimmte Zeit im Kalender?
Ein bestimmtes Datum als unmittelbaren Anlass dazu zu nehmen, um sich außergewöhnlich, und besonders lachhaft zu benehmen, hab ich schon immer als unnötig befunden, Grüße zum Muttertag, als wenn es den Rest des Jahres keine Mütter gäbe, Valentinstag als Tag der Verliebten, als würden sie sich sonst nicht lieben, Vatertag zum hemmungslosen Besaufen, seufz, was soll das.
Kirmes, auch so ein Tag, oder gleich 3 am Wochenende.
Da wird geschunkelt und gesoffen als wäre es Fasching oder so als müsste man einen Wettbewerb gewinnen:
"schnell schnell, hinein damit, wir können alles, uns kann keiner was, komm her ich knutsch dich, lass dich vernaschen!"
Aha, Fremdgehen miteinbegriffen, es ist ja Fasching, wahlweise Kirmes.
Wie lächerlich, wer fremdgehen will braucht doch weder Kirmes noch Fasching als Alibi, das empfand ich schon immer als eine billige Ausrede, so als stünde man an diesen Tagen unter Denkmalschutz oder hätte einen Freifahrtsschein.
Kaum sind die tollen Tage vorbei, soll alles vergessen sein.
Auch dass der Liebste mit einer anderen in einer dunklen Ecke herum knutschte und ihr begehrlich unter den Rock und mehr griff.
Mit welcher Ausrede bittschön soll das dann denn nu gelten? Weil man besoffen und für Stunden geistig leicht umnachtet war?
Sich nicht zurechnungsfähig zu saufen, Leute anpöbeln, sich halb um den Verstand trinken, sich benehmen als wär man die Axt im Walde und dann Stunden später nach der Ausnüchterung so tun, als wär nix gewesen?
Schönes Vorbild für die Jugend, die es dann auch nachmacht.
Billig - unnötig, unkultiviert, völlig unreif.
Also echt, bei aller Liebe zur Fröhlichkeit, ich bin ganz sicher kein Kostverächter;
feiere auch mal ganz gerne, aber den Fasching und seine aufgesetzte forcierte Fröhlichkeit, ich kann's nicht versteh'n.
bunte Ansichten eben über dies und das...
 III.Kapitel
Abwechslungen gegen die Langeweile.
Warum sind sie so wichtig? Immer wieder dasselbe!
Will man die ganze Woche über Schokoladenriegel futtern oder sich nur noch Hähnchenschlegel in die Pfanne hauen? Jeden Tag die gleiche Soap im Fernsehen ansehen, - irgendwann bringt die auch keine Überraschungen mehr.
Irgendwann wird doch das tägliche Einerlei – Allerlei sehr langweilig. Abwechslung muss her!
Träumerische Gedankensplitter, lyrische Verse, Prosageschichten...
Was liest man am liebsten? - das nimmt man sich dann bevorzugt vor.
Gehe ich ins Internet um zu lesen, nehme ich mir erst einmal die Tageszeitung vor. Zwanzig, Dreißig Seiten, damit bin ich erst mal ne Weile beschäftigt und die Zeit geht rum.
Ich will ja wissen, was in der Welt passiert.
Ist mir an einem Tag nach Gedichten, schlage ich bestimmte Homepageseiten auf, das steht zuverlässig drin was ich lesen möchte.
Möchte ich unterhaltsame Geschichten lesen weiß ich auch wo ich hin muss und will ich Tagesberichte, Blogs oder Tagebuchaufzeichnungen fremder Menschen lesen, so genügt ein Klick, eine Adresse und ich bin da..
Prima und so geht es bestimmt vielen Leuten, sie wissen wo sie hinmüssen und finden das was sie begehren.
Ei, warum tanze ich denn nun wieder aus der Reihe und schreibe Glossen, erzähle lustige Begebenheiten die meine Katzen anstellen und zwischendurch mische ich plötzlich wieder ein Gedicht darunter.
Ei, was für ne Böse, die hält sich nicht an die Norm.
Ich bin nicht für immer dasselbe nach einem bestimmten vorgefertigten Schema – lieber heute dies und morgen das, je nachdem was mir gerade einfällt, und glaubt mir, mir fällt viel ein.
Warum wohl? Ich beantworte mir die Frage selber, denn ihr könnt mir ja nicht antworten, .....ihr Leser, seid ja stumm am anderen Ende meines Bildschirmes.
Um mich selbst abzulenken. Um mich zu beschäftigen, mich aufzuheitern, mich aufzumuntern, um die dröge Langeweile eines jeden Alltags zu unterbrechen, sie zu durchbrechen mit Überraschendem, denn ein anderer als ich selber kann das ja nicht.
Ich kann nicht erwarten, dass die Tür aufgeht, und mich jemand unterhält. Oder?
Also tu ich selbst etwas.
Wer kennt sie nicht die Langeweile, die schon so viele Menschen auf dumme Gedanken gebracht hat.
Da weiß man mal grad nicht, was man tun soll, und schon zwitschern uns die unmöglichsten Ideen durchs Hirn.
"Schicksal," würde ein Freund dazu sagen.
Was das allerdings mit dem Schicksal zu tun hat, wenn man ausflippt und was Unmögliches macht, möchte ich auch gern wissen.
Wahrscheinlich war es eh nur eine blöde Redewendung ohne Inhalt und nachdenken.
IV. Kapitel
Es regnet, ich lese gerne Gedichte...
Es schneit, ich unterhalte mich mit Geschichten...
Es scheint die Sonne, ich sehe mir gerne Fotografien an....
Andere haben ganz sicher andere Vorlieben als ich, aber ich mag den Mix auf den einzelnen Seiten.
Ich finde es ausgesprochen langweilig, wenn ich über eine Seite wandere und da ergeht sich einer nur in schwülstigen, schmerzhaft bewegten lyrischen Versen und Gedichten. Man erkennt genau die jeweilige Gemütsverfassung des Autors denn seiner Erzählfreude sind keine Grenzen gesetzt.
Er erzählt vom Freud und Leid einer gescheiterten oder gut funktionierenden Beziehung, er schwelgt in Liebesbanden, sieht jeden Regenbogen doppelt und langweilt spätestens mit dem 3. Gedicht.
Viel aufregender finde ich es, wenn es etwas abwechslungsreich zugeht, wenn man nicht weiß, was auf der nächsten Seite auftaucht.
Dann lese ich gerne und wenn ich selbst schreibe, dann gehe ich von meinen Vorlieben aus. Ob’s nun passt oder nicht, ich den Nagel auf den Kopf treffe oder gründlich daneben haue.
Wissen tu ich es nicht.
Außer jemand schreibt mich persönlich oder im Gästebuch an, dann weiß ich es natürlich und freue mich wenn ich richtig lag mit meiner Entscheidung –
Heute so – morgen so –
Auf jeden Fall aber immer anders als erwartet und bestimmt nie langweilig.
Denn - nix ist schlimmer als die Langeweile.
Und ein Glück kenn ich sie kaum.
                              *
ich denke, das wars dann mal für heute...sind eh fast schon olle Kamellen!
© Angelface